13.05.2026
1.295.500 Euro zur Schaffung von Wohnraum für Menschen mit Behinderung in Soest
Übergabe der FörderbescheideSoest. „Mit dieser Förderung schaffen wir dringend benötigten Wohnraum für Menschen mit Behinderung in zentraler Lage im Soester Norden. Dadurch ermöglichen wir ihnen die aktive Teilhabe am kulturellen Leben im Quartier und am Sozialraum“, erklärte Josef Neumann MdL und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates, am Mittwoch bei der Übergabe der Förderbescheide.
Entstehung eines zentrumsnahen Wohngebietes im Neubaugebiet „Neuer Soester Norden“
Im Neubaugebiet „Neuer Soester Norden“ ist die Entwicklung eines zentrumsnahen Wohngebietes mit etwa 593 Wohneinheiten geplant. Das Neubaugebiet verfügt über eine sehr gute Anbindung an eine Gastronomie sowie einen Einkaufsmarkt. Sämtliche Nahversorgungsangebote im Stadtzentrum sind mit dem öffentlichen Nahverkehr leicht zu erreichen, da sich eine Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe befindet. Die SozialstiftungNRW fördert den Kauf zweier Grundstücke im Neubaugebiet, auf denen je eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung entstehen soll.
Zugang zu qualitativ hochwertigem und barrierefreiem Wohnraum für Menschen mit Behinderung
Geplant ist im Neubaugebiet „Neuer Soester Norden“ zum einen eine besondere Wohnform mit zwölf Plätzen auf dem Seifensiederweg. Zum anderen ist auf dem Zinngießerweg eine besondere Wohnform mit 24 Plätzen zuzüglich eines Krisenzimmers geplant. Die beiden Gebäude sind rollstuhlgerecht geplant. Zudem erfüllen die Gebäude den Netto-Null-Standard, sind also höchst energieeffizient und werden vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Darüber hinaus werden beide Gebäude in Holzbauweise errichtet werden. Um es den Bewohnerinnen und Bewohnern zu ermöglichen, Licht, Jalousien und Fernseher per Sprachsteuerung zu bedienen und bei Bedarf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kontaktieren und Hilfebedarf mitzuteilen, werden die Gebäude mit „Smart Home“- Elementen ausgestattet werden. Grundstückseigentümer und Bauherr ist die Josefs-Gesellschaft gAG. Betrieben werden die besonderen Wohnformen von der Josefsheim gGmbH. Matthias Hartkamp, Geschäftsführer der Josefsheim gGmbH, freut sich über die Übergabe der Förderbescheide: „In enger Abstimmung mit der SozialstiftungNRW, dem Land NRW und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bieten wir hier am Standort in Soest künftig passgenaue Angebote für Menschen mit Behinderung. Wir freuen uns, dass es nach längerer Vorbereitungszeit endlich losgeht und schauen daher mit Freude und Zuversicht auf die kommenden Monate und Jahre bei diesem ambitionierten Projekt.“
Die SozialstiftungNRW fördert den Erwerb der Grundstücke, auf denen die besonderen Wohnformen entstehen, sowie den Bau und die Erstausstattung der besonderen Wohnformen im Neubaugebiet „Neuer Soester Norden“ mit insgesamt 1.295.500 Euro.
Förderung von Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung im sozialräumlichen Kontext
Genutzt werden sollen die besonderen Wohnformen von erwachsenen Menschen mit Behinderung, die derzeit in Wohnangeboten der Josefs-Gesellschaft gAG leben, sowie von erwachsenen Kindern der Elterninitiative LebensTraum-Soest e.V. in Soest, die bislang kein passendes Wohnangebot finden konnten. „Für uns als Eltern ist es ein Herzensanliegen, unsere erwachsenen Kinder mit Behinderung in unserer Nähe wohnen zu haben, wie es in Art. 19 der UN-Behindertenrechtskonvention vorgesehen ist. Dies wird durch den Bau der Wohneinrichtungen in Soest ermöglicht.“, so Frau Katja Tappesser und Herr Klaus Tappesser, Eltern von Felix (20 J.) und als solche Initiatoren des Wohnprojekts in Soest sowie Mitbegründer des Fördervereins LebensTraum-Soest e.V. und als Schriftführerin und 1. Vorsitzender in dessen Vorstand tätig.
„Die Sicherstellung von wohnortnaher Teilhabe und verlässlichen Unterstützungsangeboten ist eine Aufgabe, der wir uns bewusst stellen. Mit dem neuen Angebot in Soest schaffen wir genau diese Perspektive – verlässlich, langfristig und aus eigener Verantwortung heraus. Gerade in Zeiten steigender Bedarfe und knapper werdender Ressourcen braucht es diese Verlässlichkeit, um die Versorgungssicherheit für Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu sichern. Dass wir dieses Vorhaben gemeinsam mit der SozialstiftungNRW realisieren können, ist dabei ein starkes Signal und eine wertvolle Unterstützung, für die wir sehr dankbar sind“, betont Andreas Rieß, Vorstand der Josefs-Gesellschaft gAG.
Pressemitteilung als Download